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Kapitel 3

Domaine du Bel Air
Chateau de Brezé

Es geht weiter der Loire entlang zu einem Geheimtip von Monsieur Chidaine persönlich. Nachdem wir vom Loire-Cabernet Franc so begeistert waren, arrangierte Francois uns ein Treffen mit einem kleinen, noch so gut wie unbekannten, Winzer namens Pierre Gauthier.

Die Häuser hier im Nord-Westen sind deutlich bescheidener - man hat das Gefühl, als ob die Region Bourgueil noch in einem Dornröschenschlaf weilt. Wir finden die Domaine du Bel Air auf Anhieb. Das „Anwesen“ bietet optisch allerdings genau das Gegenteil des ob des Namens erwarteten Anblicks.

Pierre ist uns auf Anhieb sympathisch. Ein richtiger Weinbauer vom alten Schlag mit teller-großen Händen, dem man die Erfahrung von bald 40 Jahren förmlich ansieht. Wir kosten uns, routiniert von den vergangenen Tagen, gleich mal durchs Sortiment und finden die Weine einfach erstaunlich! Noch keiner von uns hatte Cabernet Franc in solch purer, ungeschminkter Stilistik erlebt. Die Rebsorte führt in der Weinwelt sowas wie ein Schatten-Dasein neben dem berühmten Cabernet Sauvignon. Für gewöhnlich ist sie Würz-Rebsorte um Cuvées mehr Ecken und Kanten zu verleihen.

Hier aber vollbringt sie Weine mit mächtigem Tiefgang, Charakter und einem sehr feinen Gerbstoff. Und das noch dazu zu hervorragenden Preisen. Also wir werden alles daran setzten, diese noch unbekannte Region mit ihren fantastischen Rotweinen nach Österreich zu bekommen.

Nach diesem erfreulichen Erlebnis und einem kurzen Lunch-Stopp in Tours peilen wir die letzte Destination unserer Weinreise an. Wir folgen der Empfehlung eines befreundeten, amerikanischen Weinhändlers nach Saumur zu Arnaud Lambert. Arnaud zeichnet für zwei Weingüter verantwortlich - die Domaine de St. Just direkt im gleichnamigen Ort am Rande der Stadt Saumur, sowie das Chateau de Brezé. Der Brezé-Hügel ist die bekannteste Lage der Region. 

Beide Weingüter befinden sich in Umstellung auf biologische Bewirtschaftung. Die Bemühungen sind sowohl optisch im Weingarten, als auch bei der Vertikal-Probe klar zu erkennen. Die Weine werden mit jedem Jahrgang fokussierter und differenzierter. Ein hochspannendes Terroir, dass wir in jedem Fall weiterverfolgen werden.

Aber beim nächsten Mal werden wir unsere Reise in die entgegengesetzte Richtung starten, damit wir diese aufsteigenden Regionen an der Loire noch genauer unter die Lupe nehmen können. 

Ich hoffe, ihr hattet viel Freude mit diesem Reisebericht. Wir sehen uns beim Verkosten der Weine in unserer Weinhandlung am Kaiser-Josef-Platz.

Text & Bilder: Richard Kinzelmann


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