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Teil 2

Chablis ⇔ Savennières

 

Ganz besonders freuten wir uns auf das Wiedersehen mit Sebastien Christophe, Winzer der Domaine Christophe et Fils. Seine Weine gehen ja bei uns weg, wie die „warmen Semmerln“! Nach einer flotten Weingarten-Tour, kosteten wir uns durch die 16er. Nach dem doch eher warmen 15er-Jahr wieder eine feinere, klassischere Chabis-Charakteristik - die 2015er stehen aktuell bei uns im Regal und beginnen gerade, richtig fein zu werden. Nur der Petit Chablis ist gut, aber aus - seinen Nachfolger erwarten wir pünktlich vor dem Sommer.

Passend zum Wein gab's danach ein grandioses Meeresfrüchte-Dinner, natürlich begleitet - wie soll's hier anders sein - mit Chablis Grand Cru Les Clos vom großen Raveneau. Nicht minder berühmt ist unser Termin am kommenden Morgen. Doch ein wenig ehrfürchtig läuten wir bei Vincent Dauvissat, bei dem wir erstmalig verkosten dürfen. Umso überraschender empfängt uns dann der Meister selbst - in Trekking-Schuhen, sportlichem Arbeits-Fleece & Puddelhaub'n! Ein Weinbauer eben. Soviel zur Erwartungshaltung...
Die Weine werden, für Chablis klassisch, in Fässern vergoren und ausgebaut. Wir kosten vom Petit Chablis durch bis zu den Grand Cru's - allesamt 2015 - übrigens auch seit Jahrzehnten biodynamisch. Herausragend sind La Forêts, Les PreusesLes Clos. Von letzterem gab's als Draufgabe noch ein Glaserl 2006... der absolute Hammer!

Wir verabschieden uns vom Chardonnay und schwenken um auf Sauvignon Blanc, genauer gesagt Sancerre. Ganz genau François & Carine Crochet. Nach dem fulminanten Österreich-Start im vergangenen Jahr, freuen sich die beiden sehr, uns zu sehen. Nach den straffen 14ern und den charmanten 15ern sind wir natürlich höchst gespannt auf die Verkostung im Keller. François erntet ja für gewöhnlich als Erster hier, daher auch die Präzision in seinen Weinen. Die Kunst ist es allerdings, früh physiologisch-reife Trauben zu lesen. Da geht es für ihn nicht um Tage, sondern um wenige Stunden!
Die Weine sind beeindruckend - Sancerre erwarten wir schon im Mai - die anderen Cuvées dann im Herbst dieses Jahres. Die zwei Crochet's freuen sich übrigens schon sehr darauf, uns hier in Österreich zu besuchen.

Eine Autostunde weiter nord-westlich in Preuilly wartet der nächste Winzer auf uns. Als wir Herrn Crochet erzählten, dass wir nach Quincy wollten, schüttelte er nur den Kopf...
Beim Namen Les Poëte verstand er uns aber dann aber und bestätigte uns, dass Guillaume Sorbe der einzige gute Winzer dort wäre. Wir hatten selbstverständlich einen guten Grund für unsere Wahl - nämlich einen sehr feinen Sauvignon Blanc, den wir kürzlich entdeckten.

Guillaume verfrachtete uns sogleich in sein Tool-Car und drehte mit uns eine Runde durch seine Weingärten - dabei handelt es sich um über zwanzig Klein-Parzellen, bepflanzt mit Sauvignon, Pinot Gris & Pinot Noir. Der frühere Spitzen-Sommelier geht hier in ländlicher Umgebung seit einigen Jahren seinem Traum nach, elegante, balancierte und ehrliche Weine zu keltern und setzte sich in kurzer Zeit mühelos an die Spitze der Region.
Seine beiden Sauvignons sind seit wenigen Tagen neu bei uns im Sortiment. Der Quincy zeigt sich straffer und feiner, der Reuilly dafür komplexer und druckvoller - also für jeden Geschmack was dabei...

Als Finale unserer Reise wählten wir Angers, nur mehr wenige Kilometer entfernt vom Atlantik. Die wunderschöne Stadt bildete die Basis für unsere letzten beiden Besuche. Ein tiefschürfender Biodynamik-Lehrgang mit zwei Meistern ihres Faches.

Vormittags empfing uns Bruno, der Partner von Mark Angeli - La Ferme de la Sansonnière. Ein kleines, aber kompromisslos-betriebenes Gut in Thouarcé, Anjou.
Die Weingärten werden mit dem Pferd gepflügt, ansonsten alles Handarbeit, 2 Korbpressen im Keller - das volle Programm. Die Weine zeigten sich sehr komplex, uns störte allerdings der verbliebene Restzucker von um die 10 - 30 Gramm. Aber spannend!

Den Abschluss bildete den das grandiose Lebenswerk von Nicolas Joly. Es ist schwierig in Worte zu fassen - das muss man als Weinliebhaber gesehen haben. Zum einen ein Zisterzienser-Kloster aus 1130 - zum anderen das Chateau Roche aux Moines, welches als Wohnhaus und Weinkeller dient. Ein wahrlich besonderer Platz, an dem man ehrfürchtig wird.
Uns empfing an diesem Tag die reizende Tochter Virginie. Nicolas selbst ist neben der Arbeit am Weingut seit Jahrzehnten als Botschafter des biodynamischen Weinbaus in aller Welt unterwegs. Wir verkosteten die drei Weine in verschiedenen Jahrgängen. Alle sehr eigenständig und komplex; für mich am beeindruckendsten der „Grand Cru“ Clos de la Coulle de Serrant 2015.
Die Weine brauchen viel Sauerstoff - unsere Kostweine waren ein gute Woche geöffnet.

Wir werden wie immer einige Wochen brauchen, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Schon jetzt könnt ihr aber viele der Weine bei uns kaufen und zuhause nachverkosten.

 

Text & Bilder: Richard Kinzelmann

 

 

 

 

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