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Kapitel 1

La Cote d'Or

Yuhuu...! Endlich mal wieder auf der Straße in Richtung Westen! Gewohnt locker gehen uns die zehn Autostunden nach Beaune von der Hand. Allzu gespannt sind wir schon auf die vielen Fassproben, die auf uns warten - auf die neuen Regionen, die wir noch nicht erkundet haben und nicht zuletzt auf die noch unbekannten Menschen, die hinter den neuen Weinen stecken und deren Denkweisen.

Am Beginn stehen allerdings alte Bekannte; 
MeursaultChassagne-Montrachet Gevrey-Chambertin.
Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und vorab die obligatorischen Termine bei den diversen Domainen vereinbart, und selbst die bleiben privaten Weingenießern versagt. Das ist bei genauerer Betrachtung aber auch kein Wunder. Zu klein sind hier die Strukturen und zu vergriffen die Weine.

Während sich die Steirer um die ersten 2015er Weine streiten, werden in der Burgund gerade der 2013er-Jahrgang auf die Flasche gefüllt und die 2014er eifrig aus den Fässern verkostet. Generell bekommen sogar schon die „kleinen“ Burgunder eineinhalb bis zwei Jahre Ausbauzeit!

Nachdem wir unsere Ankunft am Samstag Abend entsprechend gefeiert haben, geht es Sonntag Mittag im JANOTSBOS-Keller endlich zur Sache. Wir kosten uns begeistert durch die 13er-Serie unserer Freunde Thierry & Richard. Schon der Bourgogne Chardonnay zeigt einen Top-Jahrgang an, und die Qualität zieht sich bis zu meinem Favoriten durch: Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot. Einzig die geringen Mengen sind in diesem dritten Hageljahr in Folge bescheiden, was sich leider auch auf die Preise auswirkt. Als Resumée muss ich allen dringend raten, sich etwas Janotsbos 2013 in den Keller zu legen.

Beim anschließenden Late-Lunch folgten noch einige reifere Weine der noch jungen Domaine. Ein genialer Bourgogne Chardonnay 2006 (erster Jahrgang), ein großer Meursault 2007, und zum Boeuf Bourguignon unser sanfter Liebling Volnay 2010.
Den Ausklang des Tages lieferten einige rare Bilder vom Meursault mit blauem Himmel.

Nachdem 10:00 Uhr vormittags der beste Verkostungs-Zeitpunkt des Tages ist, fanden wir uns am Montag-Morgen zu eben dieser Zeit im kühlsten und tiefsten Keller von Meursault ein. Zwei gute Stunden Fasskosten mit Dominique LafonDer Comte zieht die Fäden in der berühmten Domaine des Comtes Lafon. Solche Verkostungen sind unbezahlbar! Das Wissen von Dominique um seine Parzellen, Lagen und Weine - wie er Tradition wahrt ohne sich Verbesserungen zu verschließen. Aus diesem Keller kommt einer der begehrtesten Weißweine der Welt -  der „Montrachet“ - komplex und hedonistisch mit unglaublicher Tiefe - der ultimative Chardonnay.

Unseren zweiten Termin des Tages haben wir bei einer Domaine, die sich sehr rar macht. Arnaud Ente, ein Schüler des berühmten Coche-Dury, betreibt hier eine wahre Micro-Produktion ausgezeichneter Chardonnays plus einen „outstanding“ Aligote. Eher zögerlich schenkt uns Madame Ente zwei Proben ein und schildert uns die Philosophie des kleinen Betriebes. Wir zeigen uns anscheinend ausreichend interessiert, denn es finden nach etwas mehr Zeit doch noch einige weitere Weine aus den Orten Meursault und Puligny-Montrachet den Weg in unsere Kostgläser. Wir sehen selbst, dass die Quantitäten kleiner als klein sind, und sind darum dankbar für jeden Schluck. Die Kontinuität der Linie ist beeindruckend - Ente gehört zur absoluten Spitze von Meursault. Leider sind die Weine extrem gesucht und dementsprechend preisintensiv, aber wir sind dran...

Es folgt noch ein weiterer Termin im Ort bei Francois Mikulski. Wir besuchen ihn nun schon seit vielen Jahren und die Qualität seiner Weine wird von Jahr zu Jahr besser. Waren es vor drei Jahren noch zwei Weine die „richtig pfiffen“, so sind es jetzt schon mehr als die Hälfte des Repertoires. International gehört Mikulski aber schon seit mehreren Jahren zu den am höchsten bewerteten Weingütern des Ortes.

Als Abschluss dieses Marathon-Tages treffen wir gegen 19:00 bei unseren heimlichen Favoriten Jean-Marc Pillot ein. Sein Weingut liegt eher unspektakulär an der Einfahrt des Ortes Chassagne-Montrachet. An dieser Stelle Tipp Nummer zwei - die 2014er Chassagne 1er Cru’s von Jaen-Marc sind eine Klasse für sich! Wir haben Glück, denn vor uns kostete der Burgund-Experte Allan Madows (Bourghound). So bekommen wir die komplette Linie vom Bourgogne bis zu den zwei Grand Cru’s in unsere Gläschen. Und der wahre Vorteil von Chassagne im Jahr 2014 - kein Hagel - also normale Erträge und eine Spitzenqualität!
Die Entscheidung unter den vielen 1er Cru’s fällt wirklich schwer, aber es gibt schlimmeres...

Tags darauf noch eine gewohnt-souveräne Vorstellung von der Domaine Harmand-Geoffroy. Wir kosten die Weine der Domaine nun seit vielen Jahren und die Tendenz zeigt steil nach oben. Alle Lagen befinden sich innerhalb der Dorfgemeinde Gevrey-Chambertin.
Den Einstieg bildet der Gevrey-Chambertin Village 2013, ein wahrlich hoher Einstieg, aber wir befinden uns auch im Mekka der Pinot Noir-Welt. Daneben gefiel uns vor allem auch der Village-Wein aus den alten Reben (Vieilles Vignes). Wie immer leider nur homöopathische Mengen von einem hervorragenden 2013er Mazis-Chambertin Grand Cru.


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